Kk27

Mrz 302017
 

Das sind die häufigsten Mängel bei Immobilienverwaltern:

  • unkorrekte Buchführung (76 Prozent)
  • Instandhaltungs- und Sanierungsstau (75 Prozent)
  • nicht umgesetzte Beschlüsse der Eigentümer (68 Prozent)
  • die Missachtung gesetzlicher Auflagen (57 Prozent)
  • juristisch fehlerhafte Beschlussfassung (52 Prozent)
  • fehlende Abrechnungen (48 Prozent)
  • Mängel bei der Beschlusssammlung (35 Prozent).

Für wechselwillige Eigentümergemeinschaften ist es mittlerweile schwierig, überhaupt einen neuen Anbieter zu finden. Oder sie zahlen ihm noch mehr als marktüblich. Preisliste z.B. …

Mehr als 50 Prozent der vom Verband befragten Verwaltungen reagieren gar nicht auf Anfragen von Eigentümergemeinschaften. Als Grund gaben 74 Prozent an, Eigentümergemeinschaften machten zu viel Ärger. 66 Prozent war die angebotene Immobilie zu klein. 63 Prozent erklärten, sie verdienten mit der Verwaltung zu wenig. Knapp 34 Prozent der Unternehmen lehnen ab, weil unqualifizierte Vorverwaltungen zu viel Ärger hinterlassen haben.

Quelle: Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V.

Mrz 252017
 

Magdeburg, 23.3.2017

Wie uns die Leistungsgesellschaft Haus & Grund mitteilt, gibt es zu den „haushaltsnahen Dienstleistungen“ ein neues Anwendungsschreiben des Finanzministerium (Az: IV C8 – S 2296-b/07/10003:008, DOK: 2016/1021450). Kurzfassung hier …

Insbesondere für Wohnungseigentümergemeinschaften wird damit der bisherige Bearbeitungsengpass beseitigt, der durch die Terminzwänge zur Vorlage der Steuerklärung entstand.

Nunmehr können die „haushaltsnahen Dienstleistungen“ und die „Handwerkerleistungen“ im Jahr der Beschlussfassung über die Jahresabrechnung in der Steuererklärung angesetzt werden. Auf die Randzahlen 47 und 48 wird besonders verwiesen.

Fazit: Die Kosten des Jahres 2016 werden in 2017 beschlossen. Somit können Sie vom Wohnungseigentümer in der Steuererklärung für das Jahr 2017 angesetzt werden, obwohl sie in 2016 angefallen sind.

Mai 282016
 

Der Haus- und Grundeigentümerverein Magdeburg e.V. hat bekannt gegeben, dass er ein Vergleichsmietenkataster aufbaut. Hintergrund ist, dass der örtliche Mietspiegel aus den 90er Jahren stammt. Der Verein will mit dem Kataster die Unsicherheit über die derzeitigen Mieten beseitigen. Mietwertgutachter und Vermieter werden dankbar darauf zurück greifen. Aber auch für Sozialämter kann dies interessant sein. Nähere Auskünfte hier …

Mrz 312016
 

Wird ein Grundstück verschenkt, ist dieser Vorgang normalerweise „nur“ schenkungsteuerpflichtig.
Nach § 3 Nr. 2 GrEStG ist er von der Grunderwerbsteuer grundsätzlich befreit. Danach heißt es:
„Ausgenommen von der Besteuerung sind der Grundstückserwerb von Todes wegen und Grundstücksschenkungen
unter Lebenden im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes.
Schenkungen unter einer Auflage unterliegen der Besteuerung jedoch hinsichtlich des Werts solcher
Auflagen, die bei der Schenkungsteuer abziehbar sind.“ Weil die unentgeltliche Übertragung grundsätzlich
schenkungssteuerpflichtig ist, soll so eine „Doppelbelastung“ ausgeschlossen werden.
Die Steuerbefreiung kann damit aber auch eingeschränkt werden. Im vorliegenden Fall hatte eine
Bremerin von ihrem Lebensgefährten eine Wohnung geschenkt bekommen. Der Lebensgefährte hatte
sich vor der Schenkung ein lebenslanges Wohnrecht bestellt. Dies war zwar noch nicht im Grundbuch
eingetragen, nach Auffassung des Finanzgerichts Bremen (FG Bremen, Urteil vom 24.06.2015, veröffentlicht
17.02.2016, Az. 2 K 24/15) war das jedoch unerheblich. Bei einer Grundstücksschenkung
wird nur die tatsächliche Bereicherung mit Schenkungsteuer belastet. Steuerlich gesehen ist das
Wohnrecht des Lebensgefährten für die Beschenkte eine Belastung, die die Bereicherung mindert.
Und der Wert der Belastung – also der Wert des Wohnrechts – ist mit Grunderwerbsteuer zu belegen.
Nach Auffassung der Richter liegt eine Schenkung unter einer Auflage im Sinne des § 3 Nr. 2 GrEStG
nicht nur dann vor, wenn der Beschenkte als neuer Eigentümer das Wohnrecht an der übertragenen
Wohnung zugunsten des Schenkers bestellt, sondern auch dann, wenn er keinen Anspruch auf einen
lastenfreien Erwerb der Immobilie hat und somit nicht mit Erfolg gegen die noch ausstehende Eintragung
des Wohnrechts des Schenkers vorgehen kann. Der Gesetzgeber wollte eine „Doppelbelastung“,
aber eben auch eine doppelte Befreiung vermeiden und deshalb fällt für die Belastung Grunderwerbsteuer
an.

Weil der Freibetrag höher war als die Bereicherung, hätte die Beschenkte vermutlich gar keine
Schenkungsteuer zahlen müssen. Es ist aber aus steuerlicher Sicht nicht relevant, ob die Belastung
bei der Schenkungsteuer geltend gemacht werden kann oder nicht. Die Grunderwerbsteuer ist in jedem
Fall zu zahlen.

Quelle: Haus & Grund Sachsen-Anhalt e.V.